
Kategorie: <span>Baustoffe</span>


Und wieder einmal ist „nano“ in aller Munde… oder nein, besser nicht! Man weiß ja noch nicht, welche gesundheitliche Auswirkung nanostrukturierte Materialien über lange Zeit gesehen auf den menschlichen Körper haben. Es handelt sich hier also präziser ausgedrückt um Nano-Materialien für den Bau und nicht für den Mund. Diesmal geht es um den Wunderstoff Titandioxid (TiO2), über den ich auch in einem früheren Beitrag schon einmal im Zusammenhang mit der Reinhaltung von Luft geschrieben habe.



Die Verunreinigung der Raumluft ist natürlich ein sensibles Thema, das mit großem öffentlichen Interesse diskutiert wird. Weichmacher, Formaldehyd, Radon, Feinstäube, Biozide, Flammschutzmittel, Asbestfasern, Naphthaline, VOC, PAK, PBC, PCP, Schimmel… die Liste der Schadstoffe ist unglaublich lang. Und viele Schadstoffe kommen aus Gegenständen oder Baustoffen, die direkt mit der Raumluft in Verbindung stehen – also ein fester oder unveränderlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens sind. Hersteller solcher Produkte versuchen folgerichtig diese Schadstoffeinträge zu reduzieren. Dabei werden nicht nur Produkte mit weniger Schadstoffen auf den Markt gebracht, sondern in letzter Zeit auch solche, die Luftschadstoffe aufnehmen und unschädlich machen sollen.
Beim Lesen einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift Das Dachdecker-Handwerk (DDH) bin ich über einen Artikel gestolpert, in dem es darum geht soll, wie man mit Qualität dämmt. Der Untertitel:
Für den Baubereich spielen Hartschäume eine sehr wichtige Rolle. Welche Eigenschaften EPS (expandiertes Polystyrol), XPS (extrudiertes Polystyrol) oder PUR (Polyurethan) haben, lesen Sie hier.
Fein, dachte ich, hier kann ich noch was lernen… bis ich dann zum Abschnitt über „Brandschutzeigenschaften für Sicherheit“ kam.
In letzter Zeit gab es immer wieder Berichte über Bakterien, die unter bestimmten Bedingungen die Fähigkeit haben, Risse und Löcher in Beton zu reparieren oder losen Sand zu zementhartem Sandstein zu binden. Das klingt fast zu phantastisch um wahr zu sein. Aber warum nicht? Es gäbe dann keine Risse mehr in Fassaden, weniger störende Brückenbauarbeiten, Tunnelbauten ohne Wassereintritt und Häuser auf sandigem Untergrund könnten besser gegen Erdbeben gesichert werden.
