Irgendwie scheinen in den letzten Jahren alle und alles schlauer zu werden. Unsere Auto fahren schon fast von alleine, Roboter gewinnen im Schach gegen Großmeister, man macht den Big Bang im Modellmaßstab nach und hin und wieder hört man sogar Neuigkeiten über intelligente (Bau-)Stoffe. Die letzte Meldung, die ich darüber lesen konnte bezog sich auf Textilien. Thermoadaptiv sollen sie sein und auf diese Weise „mitdenken“.
Kategorie: <span>Baustoffe</span>




Erst war es weiß, jetzt ist es grau.
Erst war es aus Erdöl, jetzt ist es biologisch abbaubar.
Erst brannte es wie Zunder, jetzt ist es schwer entflammbar.
Die Rede ist natürlich vom Wärmedämmstoff Polystyrol, auch besser unter den Markennamen der Firma BASF Styropor und Styrodur bekannt. Aber der Reihe nach. Immerhin hat sich dieser Dämmstofftyp in der letzten Zeit technisch verändert und verbessert und geht nun neue Wege.
Unter Osmose versteht man die Bewegung von Molekülen durch eine durchlässige Schicht, vorzugsweise ausschließlich durchlässig für ausgewählte Moleküle. Moleküle bewegen sich dann also unter osmotischem Druck durch ansonsten undurchlässige Schichten hindurch. Darunter fallen dann sicherlich auch Wassermoleküle, die in der Gebäudesanierung so berüchtigten H2O’s. Wenn man also Mauerziegeln erklären könnte, dass diese nur Wassermoleküle durchlassen sollten, wie wäre es dann also mit einer Austrocknung von feuchten Wänden ohne große Sanierungsmaßnahmen? Nur durch Osmose.


